<<drift Konferenz 2018

Feministische Allianzen. Gegen völkische Rechte & Islamismus

Vom 09. bis 11. November findet die diesjährige Konferenz der drift – feminist alliance for communism in Marburg statt. Unter dem Titel ‘Feministische Allianzen. Gegen völkische Rechte & Islamismus’ möchten wir gemeinsam versuchen, unterschiedliche linke Feminist*innen zusammenzubringen und neue inhaltliche und strategische Perspektiven gegen alle Feinde der Freiheit zu entwickeln.

Wir als Bündnis drift – feminist alliance for communism haben uns zusammengeschlossen, um innerhalb feministischer und queerer Bewegungen eine bestimmte Strömung stark zu machen: feministische Gesellschaftskritik. Diese verstehen wir so, dass sie eine Umwälzung der herrschenden Verhältnisse zum Ziel hat, die auf die Befreiung aller Menschen abhebt und bis dahin immer eine emanzipatorische Perspektive im Hier und Jetzt stark macht.

Unsere Einschätzung? Die stärkste Kraft, die gerade vehement für eine Gesellschaft eintritt, in der alle ohne Angst verschieden sein können, ist der Feminismus. Wir sagen: Feminismus ist gerade der einzige wirksame Hebel, um den regressiven Vergemeinschaftsideologien entgegen zu treten!

Deshalb wollen wir auf der Konferenz gegenseitig von Erfahrungen, unterschiedlichem Wissen und strategischen Perspektiven lernen und denken, dass das nur funktioniert, wenn wir Theorie und Praxis zusammendenken.

 

Es werden folgende Veranstaltungen angeboten:

 

FREITAG (09.11.18)

Anmeldung
Ab 16 Uhr ist die Anmeldung zur Konferenz am Infopoint im Café Trauma eröffnet. Dort erhaltet ihr alle weiteren nötigen Infos.

drift – feminist alliance for communism.
Zum Einstieg in die Konferenz möchten wir Freitag Abend uns und unsere Bündnisinhalte vorstellen (19.30 – 22.00 Uhr)

Barabend im Café Trauma (Baari Bar)
Getränke, Musik und Raum zur Diskussion (Ab 22.00 Uhr)

 

SAMSTAG (10.11.18)

Emanzipation und Religion – Queerfeminismus und „Islamischer Feminismus“?

Antisemitische Haltungen in historischer Frauenbewegung und aktuellem Feminismus

Staatsfetisch und Männlichkeit

Geschlechterbasierte und sexualisierte Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* als Kriegstaktik – Eine Anwendung Feministischer Theorien der Internat. Beziehungen auf moderne Kriegspraxen

Facebook ohne Gesichter – Das Social-Media-Netz der Salafinst*innen

Opfer, Herrschaft und Vernunft – Männlichkeit und Kritische Theorie

Burn down the Kitchen* – Perspektiven feministischer Praxis

Brüder im Geiste. Islamismus und völkische Rechte als moderne antimoderne Ideologien

„Die Freiheit ist nicht westlich oder östlich, sondern universell“ – linksradikale Politik und Universalismus

Die autoritäre Formierung als Re-Maskulinisierung der Gesellschaft?

Rechtsextreme und islamistische Tendenzen und Organisationen in der türkischstämmigen Community in Deutschland

Podiumsdiskussion
Feministische Allianzen gegen völkische Rechte und Islamismus
mit Mina Ahadi, Jutta Ditfurth, Koschka Linkerhand und Katharina König-Preuss

 

SONNTAG (11.11.18)

Regressionsgefahr. Queer Refugee Support in der politischen Ökonomie des Helfens

Vorstellung: Planspiel zu politischen Strategien

Achtung Prüfungsrelevant. Die Revolution endet im Kopf der Student*innen

Die Proteste gegen den islamistischen AlQuds-Marsch

Feedback-Runde:
Zum Abschluss möchten wir die Konferenz Revue passieren lassen. Dazu treffen wir uns gemeinsam im kleineren und lockeren Rahmen nach der Mittagspause und vor der Abfahrt im Café Trauma.

 

Die genauen beschreibungen der Veranstaltungen und wann diese stattfinden könnt ihr hier, auf der Homepage nachlesen.

 

 

 

Organize! – Antifaschistische Wochen!

Über die Kampagne:

Marburg bleibt rot? Sicherlich nicht von alleine. Und auch aktuell ist die Situation abseits linker Szenetreffpunkte, deren Erhalt wie beim Havanna 8 keineswegs sicher ist, vielerorts weniger angenehm, als sich das manch eine*r vielleicht eingestehen mag.
In der Oberstadt sitzen nach wie vor die DB Burschenschaften (und andere), die in AfD, IB, EinProzent und anderen extrem rechten Organisationen aufgehen und den gesellschaftlichen Rechtsruck organisieren und voran treiben. Die AfD mag in Marburg weniger ein Fuß in die Tür bekommen, dennoch erhält sie im Landkreis und auf dem Richtsberg Zustimmung – einem Stadtteil, der außerdem durch eine zumindest in Teilen islamistische Moschee samt Anhänger*innenschaft heraussticht. Aus dem Umland trauen sich die ehemals Soilders of Odin, jetzt hessische Wölfe, mehrmals als offensichtliche Nazis durch die Stadt zu laufen. Im gleichen Zeitraum treiben vermutlich eher weniger organisierte Neonazis ihr Unheil, vornehmlich im Südviertel stickern sie massiv und sprühen Hakenkreuze. Im Mittel- bzw. Nordhessischen Umland ist die Situation auch nicht besser, dort ist u.a. der Reichshof Knüll und mit Stanly Röske und Tobias Voll, zentrale Personen aus dem Combat18-Netzwerk, zu finden, wie unlängst veröffentlicht wurde.

Neben Faschist*innen verschiedener Coleur darf auch der evangelikale Christustreff am Ortenberg und in der Oberstadt nicht vergessen werden. Dieser fällt etwa durch die Jahrestagung der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS) auf, die vermeintlichen ‚Homoheilern‘ und Sexist*innen eine Bühne bietet. Mit der geplanten Mitbenutzung des Lokschuppens versuchen sie einen weiteren Ort zur Verbreitung ihres homophoben, sexistischen und reaktionären Gedankengut zu schaffen. Der Christustreff ist kein alleiniger christlich-fundamentalistischer Akteur, sondern ebenfalls in entsprechende Netzwerke in der Region eingebettet, beispielsweise mit Idea e.V. aus Wetzlar.

Aufgrund dieser Probleme haben wir uns entschieden, eine Organize-Antifa-Kampagne für und mit verschiedenen Linken oder einfach Leuten, die keinen Bock auf Faschos haben, in Marburg durchzuführen. Wir wollen in dieser Kampagne Wissen und Know-How zu antifaschistischer Arbeit weitergeben, Organisierungsprozesse unterstützen und Leute zu politischem Aktivismus motivieren. Außerdem möchten wir dadurch erreichen, dass sich Menschen neu oder besser kennenlernen und vernetzen. Das Ganze soll durch eine Reihe von Vorträgen, Workshops und geselligen Aktivitäten erreicht werden, für die kein Vorwissen oder ähnliches notwendig ist. Außerdem finden wir, dass es langsam mal wieder Zeit für eine riesige Antifa-Demo in Marburg ist…

In einem ersten Schritt werden wir uns gemeinsam anschauen, welche antiemanzipatorischen Organisationen und Netzwerke es in Marburg und Umgebung gibt, bevor wir darüber ins Gespräch kommen möchten, was sinnvolle und effektive Gegenstrategien sind. Außerdem werden wir coole linke Projekte, Orte und Gruppen vorstellen. Im letzten Teil wird es dann etwas praktischer: Ihr könnt lernen, wie man sich ordentlich auf Demos vorbereitet und was man sonst noch beachten muss, wenn man politisch aktiv ist.

Nazis bleiben Nazis machen Nazisachen, beispielsweise Brandsätze auf Moscheen schmeißen oder Fotograf*innen bewaffnet angreifen, wenn man sie nicht daran hindert – und das gilt es zu tun! Packen wir’s an!

 

Es werden folgende Veranstaltungen angeboten:

Linkes Leben in Marburg
Dienstag, 23.10.18, 20:00, Trauma

“Heimatliebe ist nicht nur Männersache” – Geschlechterpolitiken, Antifeminismus und Homofeindlichkeit im Denken der “Identitären”
Freitag, 26.10.18, 19:00, Baari Bar

Antifa-Kneipenquiz
Samstag, 27.10.18, 21:00, Havanna 8

Extreme Rechte in Hessen – Ein Überblick
Dienstag, 30.10.18, 19:00, Rakete im Bettenhaus

Eine feministische Kritik an Burschenschaften und anderen Studentenverbindungen
Donnerstag, 01.11.18, 20:30, Café am Grün

Die Muslimbruderschaft in Marburg
Mittwoch, 07.11.18, 20:00, Havanna 8

Die rechte Hand Gottes – Netzwerke evangelikaler Fundis
Donnerstag, 15.11.18, 20:30, Café am Grün

Kritik an Verschwörungsideologien
Dienstag, 20.11.18, 20:30, Café am Grün

Antifaschistischer Stadtrundgang
Samstag, 24.11.18, 15:00, Ludwig-Schüler-Park/ Denkmal/ Bushaltestelle

Kaffee und Kuchen mit Antifas – Kennenlerntag mit dem Offenen Antifa Treffen
Sonntag, 02.12.18, 15:00, Havanna 8

Nicht suchen, finden! – Einführung in die Internetrecherche
Dienstag, 04.12.18, HavannaAcht

Verschlüsselungsworkshop
t.b.a.

Feministische und antirassistische Perspektiven auf Pazifismus und Militanz
Donnerstag, 17.01.19, 18:00, Hörsaalgebäude 00/0080

Rote Hilfe Marburg e.V.
t.b.a.

Kritische Männlichkeit und politische Organisierung
t.b.a.

Nähere Informationen zu der Kampagne, den Veranstaltungen oder den Unterstützer*innen findet ihr hier, auf der Homepage.

Herbstfest am 15. September 2018!

Workshops • Kaffee • Kuchen • Essen • Getränke • live Musik

https://www.facebook.com/events/336183190536763/

WORKSHOPS
12-14 Uhr: Kritische Kinderbücher & kritisch-kreativ mit Kinderbüchern umgehen

Wie können Bücher aussehen, die die Vielfalt von Geschlechteridentitäten und Familienformen sensibel einbeziehen? Wie können Bilder und Geschichten gestaltet sein, die (utopische oder tatsächliche) Momente ohne Rassismus und Ableismus zeigen? Oder wie können alltägliche Erfahrungen von ‚als anders gelten‘ oder Diskriminierung Teil bestärkender Erzählungen sein? Wir wollen im Workshop einen kleinen, praktischen Einblick in die Frage unternehmen, wie sich gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen in Bilderbüchern für Kinder zeigen.

Ihr könnt euch Kinderbücher mit bestimmten ‚Fokuskarten’ anschauen, das heißt, sie anhand von kleinen Fragenkatalogen zu (beispielhaften) Themen analysieren. Oder wenn euch bestimmte Themen unter den Nägeln brennen, könnt ihr selbst einen kleinen Fragenkatalog dazu formulieren und herausfinden, wie vorhandene Bücher damit umgehen. Außerdem bringe ich Kopien von einem eher ‚konventionellen‘ Kinderbuch mit, welches ihr nach eigenen Ideen umgestalten könnt. Außerdem gibt es Bücherempfehlungslisten und ihr könnt ein paar Kinderbücher lesen, die versuchen, kritisch und sensibel mit verschiedenen Aspekten von Diskriminierung umzugehen.

12-14 Uhr: Save the H8!
Das Havanna8-Kollektiv existiert nun schon seit 33 Jahren und war und ist ein wichtiger Bestandteil der linken Kämpfe in Marburg. Seit mehreren Monaten kämpfen die Kollektivas mit der Kampagnge “Save The H8” gegen einem vermeintlichen bevorstehenden Ende. In diesem Vortrag wird ein Kollektivist etwas zur Geschichte des Havanna8 erzählen, zum aktuellen Stand der Kampagne und zu Zukunftsaussichten des Kneipenkollektivs. Doch um das Havanna8 zu verstehen muss auch der Kontext der linken Kämpfe der letzten 20 Jahre in Marburg betrachtet werden. Deswegen wird es auch einen kleinen Ausflug zur Geschichte des “Roten Marburgs”, der Entwicklung der linksradikalen Szene (insbesonderen der Hausbesetzer*innen Szene), sowie die Relevanz von reaktionären und nicht ungefährlichen Burschenschaften geben.

Hier habt ihr die Möglichkeit Fragen zu stellen, die ihr euch bisher nicht getraut habt zu fragen:
Warum heißt das Havanna8 eigentlich so? Seid ihr eigentlich eine getarnte
Nazi-Kneipe wegen den Initialien? (Nein, sind wir nicht!)
– Seid ihr Anti-Deutsch?
– Stimmt es, dass menschen mit Hemden bei euch rausgeschmissen werden?
– Werdet ihr von der Antifa e.V finanziert?

14-16 Uhr: Graffiti Workshop

14-16 Uhr: Dj Jonnyboy im Garten

16-17 Uhr: chillige live handpan von Kobi

KONZERTE
17-18 Uhr: Pfefferminza von Sternburg

18-19 Uhr: Smi

19-20 Uhr: DJ Thinh and the sadbois

20-21 Uhr: Cliffsight

21-22 Uhr: Konterbierrevolution

ab 23 Uhr Rambazamba in the Rocket mit Bettenhaus-Allstars und Special Guests!

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Wir möchten euch dazu einladen, diesen Tag als eine politische Plattform zu sehen, in der es Raum für Diskussionen über emanzipatorische linke Praxen, Alltag und Politiken gibt. Und darüberhinaus haben wir natürlich Lust mit euch die letzten 33 Jahre und viele weitere kommende Jahre selbstverwaltetes Wohnen zu feiern, mit euch zu trinken und zu tanzen.

Wir verstehen uns als ein politisches Projekt und unser Festival als einen Raum in dem wir versuchen, gegen rassistisches, sexistisches, homophobes, transphobes und anderes diskriminierendes Verhalten aktiv vorzugehen. Wenn du selbst sexistisch, rassistisch, wegen deiner sexuellen Orientierung / Identität oder aus anderen Gründen unangenehm angemacht wirst, wenn dir dein Raum genommen wird; lass dir das nicht gefallen.

Falls du mitbekommst, dass dies einer anderen Person passiert, schau
nicht einfach weg und frage nach, ob sie Unterstützung braucht. Wenn du
selbst Unterstützung suchst, melde dich bei der Kasse. Wir konfrontieren
Leute mit ihrem Verhalten und schmeißen sie gegebenenfalls auch von der Feier.

We want to invite you to take this day as a political platform,
which opens a space for discussions about emancipatory left practices,
daily life and politics. And of course, furthermore we’re keen on
celebrating the last 30 years and the many years to come of a
self-organised living with you, together wirh drinking and dancing.

We perceive the Bettenhaus as a political project and the festival as a
space in which we try to work actively against racist, sexist,
homophob, transphob and other discriminatory behaviour.

If you yourself are offended with sexist, racist actions or because of
your sexual orientation / identity or because of other reasons, if your
space is limiting by such kind of actions, don’t put up with it.

If you witness, that this happens to another person, don’t look the
other way but ask, if the person needs support. If you yourself need
support, talk to the people at the cash box / entry. We confront people
with their behaviour and kick them out of the festival if neccesary.

Solidarität mit dem HavannaAcht!

Solidarität mit dem HavannaAcht!

Als letzter öffentlicher linker Raum ist das HavannaAcht essentiell für das studentische Leben in Marburg. Von vielen Bewohner*innen des Bettenhauses wird das HavannaAcht oft und gerne genutzt, ob um sich Vorträge anzuschauen, sich mit Freund*innen zu treffen oder auch mal allein ein Bierchen an der Theke zu trinken. Ob nun als Rückzugsort oder als Raum zum Austausch genutzt, dass dieser Raum nun durch Gentrifizierung bedroht ist und seine Existenz damit auf der Kippe steht, erschreckt uns sehr. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist ein Ort wie das HavannaAcht besonders erhaltenswert. Wo sonst sollten sich Menschen treffen und vernetzen, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen? Das Bettenhaus als Studierendenwohnheim sieht sich dieser Aufgabe allein nicht gewachsen. Das Bettenhaus erklärt sich daher solidarisch mit dem HavannaAcht und fordert: Hände weg von linken Strukturen!

Marburg bleibt rot!

weitere Infos zur aktuellen Lage des HavannaAchts findet ihr unter: savetheh8.noblogs.org

Wohnprojekt Bettenhaus solidarisiert sich mit der Besetzung des Wohnheims im Fridtjof-Nansen-Weg 1 in Göttingen

Die Bewohner*innen des studentischen Wohnprojekts Bettenhaus in Marburg solidarisieren sich ausdrücklich mit der Besetzung des Wohnheims im Fridtjof-Nansen-Weg 1 in Göttingen. Sie teilen und unterstützen die Forderungen der Besetzer*innen und wünschen ihnen viel Erfolg! „In Zeiten erstarkender rassistischer Strömungen und der weiter um sich greifenden Neoliberalisierung des Wohnungsmarktes und der menschenunwürdigen Unterbringung von Menschen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus schauen wir mit Hoffnung und Freude nach Göttingen. Dort haben Menschen ein seit langem leer stehendes Haus besetzt, um bezahlbaren Wohnraum für Geflüchtete und andere unter prekären Bedingungen lebende zu schaffen.

Mit einem ähnlichen Ziel hat vor fast 35 auch unser Hausprojekt seinen Anfang genommen. Gerade jetzt ist es an der Zeit solche positiven Akzente auf dem Wohnungsmarkt zu setzen und die städtische Wohnungspolitik damit unter Druck zu setzen!“ So eine Bewohnerin des Bettenhauses.

Die Bewohner*innen möchten ganz herzliche solidarische Grüße an die Besetzer*innen schicken und freuen sich hoffentlich bald auf einen Gedankenaustausch in den Fridtjof-Nansen-Weg 1 vorbei kommen zu können. Weiter sagt ein Bewohner: „Wir appellieren an die Verantwortlichen der Stadt Göttingen auf die Forderungen der Besetzer*innen einzugehen und hier, und an weiteren Orten die in städtischer Hand sind, bezahlbaren Wohnraum für Geflüchtete und prekär lebende Menschen zu schaffen! Auch wir wissen, dass die Zustände in der Siekhöhe und vielen anderen (Not-)Unterkünften menschenunwürdig und nicht tragbar sind. Schluss damit! Städtische Immobilien müssen zur Nutzung der Bewohner*innen der Städte zur Verfügung stehen, insbesondere für die die es auf Grund ihrer Lebenslage besonders nötig haben!“ Die Bewohner*innen des Bettenhauses in Marburg sprechen sich gegen weiteres Verscherbeln von öffentlichen Immobilien aus, da hierdurch vor allem Gentrifizierung, Verdrängung und unwürdige Lebensbedingungen gefördert werden.

Fenstersanierung

Seit einigen Wochen werden die Fenster im Bettenhaus saniert! Hierfür werden alle Fenster des Gebäudes ausgetauscht. Wir erhoffen uns dadurch eine große Energieersparnis und warme Zimmer. 🙂 Unten gibt es ein paar Eindrücke aus den letzten Tagen.

Die Stadt unterstützt die Sanierung mit 150.000 €, hier noch die Stellungnahme der Stadt zur Förderung.

an den Kopfseiten wurde ein Gerüst angebracht
ein Teil der Fenster wird geliefert
die alten Fenster werden ausgebaut
Und das neue ist eingebaut!

Kontakt und Zimmer

Verein zur Förderung des studentischen Wohnens in Marburg e.V.
Emil-Mannkopff-Str.6
35037 Marburg

Öffnungszeiten/Sprechzeiten des Verwaltungskollektivs/Büros( opening times/office hours):
Mo. 09.00 – 11.30
Di. 9.30 – 12.00
Mi 14.00 – 17.00
Do. 10.30 – 17.00
Fr. geschlossen

Über Feiertage wird das Büro nur unregelmäßig besetzt sein.

Telefon: 06421-683012 (AB)
mail[at]projekt-bettenhaus.de

 

Zimmersuche:
Es wird immer mal wieder ein Zimmer bei uns im Haus frei, jedoch haben wir – anders als in einem ‚normalen‘ Studierenden-Wohnheim – keine zentrale Zimmervergabe.

Falls Zimmer frei werden, suchen die WGs sich selbst neue Mitbewohnende, etwa per WG-Anzeige oder über Aushänge.
Wenn du möchtest, kannst du uns aber eine Email schreiben, in der Du ein wenig über dich erzählst, schreibst warum Du im Bettenhaus wohnen möchtest und zu wann Du ein Zimmer suchst und wir leiten das an alle Bettenhaus-WGs weiter.

Für kurzfristige Notunterkünfte (besonders zu Semesterbeginn) schreibt bitte an
notbetten@projekt-bettenhaus.de

Wir werden versuchen in einer unserer WGs ein Notbett für Euch zu organisieren.

Beachtet jedoch, dass wir keine zentrale Zimmervergabe haben und auch nicht Teil des Studentenwerkes sind. Wir sind ein privates Wohnheim, daher hängt auch die Anzahl der Notbetten von den persönlichen Kapazitäten der einzelnen WGs ab. Unser Notbetten-Programm ist – ebenso wie unser Haus – von uns selbst organisiert und ist unsere Reaktion auf die Wohnungsknappheit der Stadt Marburg und der zu geringen Anzahl an Wohnheimpläzten, die von der Universität zur Verfügung gestellt werden.

Selbstverständnis/self comprehension/immagine di sé/L‘image de soi

Selbstverständnis der Bewohner_innen des Bettenhauses

Wozu das Ganze?

Das Zusammenleben in einem selbstverwalteten Wohnprojekt bedarf bestimmter Spielregeln, die von einzelnen Bewohner_innen, aber auch von den Bewohner_innen gegenüber Einzelnen einklagbar sind. Konflikte und Auseinandersetzungen sind in einem solchen Projekt unvermeidlich. Um einen konstruktiven Umgang damit zu finden, bedarf es einiger Voraussetzungen und Spielregeln, die als „minimal consens“ von allen BewohnerInnen akzeptiert und eingehalten werden. Angesprochen ist hiermit ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit.

Unser Selbstverständnis

Das Bettenhaus versteht sich als eine Alternative zu vereinzelnden Formen Wohnens, sei es in herkömmlichen Studierendenwohnheimen oder in Einzelapartments. Auch unterscheidet es sich deutlich vom Zusammenleben in studentischen Korporationen: Eine Form des Zusammenlebens, die in aller Regel auf dem Ausschluss von Frauen und einem elitär-hierarchischen Weltbild beruht, ist mit unseren grundlegenden Überzeugungen unvereinbar. Das Bettenhaus definiert sich als international, basisdemokratisch und selbstverwaltet.

Als kollektives Wohnprojekt eröffnet das Bettenhaus Freiräume und Möglichkeiten für Alternativen zum herkömmlichen, entfremdeten Leben, Wohnen, Arbeiten und Studieren in einer Gesellschaft, die von ungehemmter wirtschaftlicher Konkurrenz und von ausgrenzenden Ideologien geprägt ist. Daher wenden wir uns aufmerksam gegen Verhaltensweisen, die aktiv oder passiv Menschen ausgrenzen. Diskriminierungen aufgrund von Zuschreibungen wie „Volks“-, „Rassen“- oder „Geschlechts“-Zugehörigkeit lehnen wir ebenso ab, wie Benachteiligungen aufgrund der Klassenherkunft oder anatomischer, motorischer sowie geistiger Eigenschaften und Fähigkeiten.

Damit diese Ansprüche im Alltag wirksam sind, bedarf es für uns Anerkennung und Tradierung bestimmter Maximen: Ohne Frage gilt Gewalt gegen Bewohner_innen und deren Hab und Gut als untragbares Mittel der Auseinandersetzungen. Ohne Zweifel werden Anfeindungen und Diskriminierungen, beispielsweise auf Grund der nationalen oder sozialen Herkunft, nicht hingenommen. Gleiches gilt für sexistische, rassistische, antisemitische, faschistische, homophobe Anfeindungen und Handlungsweisen. Einen Lösungsversuch von Problemen unter Zuhilfenahme von Polizei, Justiz und anderen staatlichen Einrichtungen lehnen wir, wenn irgend möglich, ab. Daran muss sich das Verhalten der Bewohner_innen und Gäste in konkreten Situationen messen lassen.

Betroffene können mit der Solidarität der Hausgemeinschaft rechnen. Wer die Grundlagen des Hauses missachtet oder verletzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass sie von allen Hausbewohner_innen eingefordert werden. Wir behalten uns als Bewohner_innen explizit vor, jemanden aus unserer Solidarität auszuschließen, indem wir als Konsequenz den Auszug aus dem Haus und/oder ein Hausverbot beschließen.


Paritätisches Miteinander von Frauen und Männern und Menschen mit
und ohne deutschen Pass

Aus dem Grundsatz, kein rassistisches, sexistisches, antisemitisches und faschistisches Verhalten zu tolerieren, erwächst der Anspruch, das Haus paritätisch mit Frauen und Männern sowie mit „Deutschen“ und Nicht-Pass-Deutschen bzw. nicht als „deutsch“ wahrgenommenen Menschen zu belegen. Dasselbe gilt für die Besetzung des Vorstands. Eine Belegung allein garantiert jedoch noch nicht einen diskriminierungsfreien Raum, deswegen erwarten wir von allen Mitbe-wohner_innen sich selbstreflexiv an die anti-diskriminierenden Grundsätze zu halten, um ein gemeinschaftliches, alternatives Wohnen möglich zu
machen.

Basisdemokratie

Alle hausrelevanten Entscheidungen werden gemeinsam auf der Hausversammlung entschieden. Der Vorstand ist nur für die alltägliche Verwaltung eingesetzt. Die WGen entscheiden ihre Organisierung, im Rahmen des Selbstverständnisses,
autonom.


Kollektivität – Das Bettenhaus ist selbstorganisiert, aber es organisiert sich nicht von selbst!

Die spezifische Wohnform im Bettenhaus – elf autonome Wohngemeinschaften, die untereinander in engem Kontakt stehen – fordert dazu heraus, neue Wege des zwischenmenschlichen Zusammenlebens auszuprobieren. Dies setzt auf allen Seiten Of- fenheit für plurale Lebensformen voraus. Jede_r, die_ der hier wohnt, ist aufgefordert, Verantwortung für das Haus und das Funktionieren und die Zukunft des Wohnprojekts zu übernehmen, da jede_r ein Teil der Hausgemeinschaft ist. Als Richtwert halten wir es für angemessen eine Stunde pro Woche für und in das Projekt zu investieren. Insbesondere ist jede_r dazu aufgefordert, an den regelmäßigen Hausversammlungen teilzunehmen.

Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten sich zu engagieren: Partizipation an den hausübergreifenden Entscheidungsprozessen Gremienarbeit (Beirat, BettenhausInformations-Gesprächs-Gremium (BIG), Schlichtungsgremium), Öffentlichkeitsarbeit, Sanierungsmaßnahmen, Hausmeister_innenarbeiten, Kunstprojekte, Organisation der internen Kommunikation, des jährlichen Bettenhaus-Sommerfestes, von Filmabenden, der Bibliothek, des Bandproberaums, des Sportraumes, der Werkstatt, der wöchentlichen „Hauskneipe“, Kooperationsprojekte mit der Bettenhaus Kindergruppe des Eltern-Kind-Vereins, Dokumentation der Geschichte des Hauses und des Wohnprojekts. Die Bewohner_innen können frei wählen, welche der hier aufgelisteten Aufgaben sie übernehmen möchten.


Das Bettenhaus bietet Freiräume für Kreativität

Bei der Gestaltung der WG-Zimmer und WG-Gemeinschaftsräume, aber auch andere Kunstprojekte und die Kreativ-Räume im Keller können sich alle Bewohner_innen einbringen. Die „Rakete“ kann von Bewohner_innen für Kneipenabende, Konzerte, Veranstaltungen und Partys in Absprache mit der Hausversammlung genutzt werden.

Externe Gruppen

Das Haus kann und soll von politischen Gruppen und Kulturinitiativen als Treffpunkt genutzt werden. Die Initiativen müssen sich mit dem Selbstverständnis des Hauses einverstanden erklären und dieses aktiv vertreten. Auf der Mitgliederversammlung können Initiativen und Gruppen anfragen, ob sie die Gemeinschaftsräume im Keller nutzen können .

Die Bewohner_innen des Bettenhauses
im September 2012

Selbstverständnis 2010 als .pdf

Selbstverständnis vom Oktober 2007 in Textform

1. Paritätisches Miteinander von Frauen und Männern und Menschen mit und ohne deutschen Pass
Aus dem Grundsatz, kein rassistisches, sexistisches und faschistisches Verhalten zu tolerieren, erwächst der Anspruch, das Haus paritätisch mit Frauen und Männern sowie mit „deutschen“ und „ausländischen“ Studierenden zu belegen, dasselbe gilt für die Besetzung des Vorstands. Eine Belegung allein garantiert jedoch noch nicht einen diskriminierungsfreien Raum, deswegen erwarten wir von allen MitbewohnerInnen sich selbstreflexiv an die antidiskriminierenden Grundsätze zu halten, um ein gemeinschaftliches, alternatives Wohnen möglich zu machen.

2. Basisdemokratie
Alle hausrelevanten Entscheidungen werden gemeinsam auf dem Hausplenum entschieden. Der Vorstand ist nur für die alltägliche Verwaltung eingesetzt. Die WG’s entscheiden ihre Organisierung autonom.

3. Kollektivität
Die spezifische Wohnform im Bettenhaus – elf autonome Wohngemeinschaften, die untereinander in engem Kontakt stehen – fordert dazu heraus, neue Wege des zwischenmenschlichen Zusammenlebens auszuprobieren. Dies setzt auf allen Seiten Offenheit für plurale Lebensformen voraus.

Jede/r, der hier wohnt, ist aufgefordert, Verantwortung für das Haus und das Funktionieren des Wohnprojekts zu übernehmen, da jede/r ein Teil der Hausgemeinschaft ist. Zu den regelmäßigen Möglichkeiten sich zu engagieren gehören:

Partizipation an den hausübergreifenden Entscheidungsprozessen
Gremienarbeit (Beirat, BettenhausInformationsGesprächs-Gremium (BIG), Schlichtungsgremium)
Öffentlichkeitsarbeit
Sanierungsmaßnahmen
Hausmeisterei
Organisation des Bettenhaus-Sommerfestes
„Kunst-am-Bau“-Projekte
Organisation von Filmabenden
Organisation der Bibliothek
Organisation des Bandproberaums
Organisation der Werkstatt
Organisation der wöchentlichen „Hauskneipe“
Kooperationsprojekte mit der Bettenhaus Kindergruppe des Eltern-Kind-Vereins
Dokumentation der Geschichte des Hauses und des Wohnprojekts

Die BewohnerInnen können frei wählen, welche der hier aufgelisteten Aufgaben sie übernehmen möchten.

4. Berücksichtigung individueller Lebenslagen

5. Konflikte sollen konstruktiv und solidarisch gelöst werden
Wenn das nicht immer möglich ist Konflikte WG-intern zu lösen, gibt es HausmitbewohnerInnen die als Mediatoren (Schlichtungsgremium) vermitteln. Hausübergreifende Konflikte werden auf der MV besprochen.

6. Das Bettenhaus bietet Freiräume für Kreativität
Dieser Punkt bezieht sich auf die Gestaltung der WG-Zimmer und WG-Gemeinschaftsräume, aber auch auf die „Kunst-am-Bau“-Projekte und die Kreativ-Räume im Keller

7. Das Haus kann von politischen Gruppen und Kulturinitiativen als Treffpunkt genutzt werden
Auf der Mitgliederversammlung können Initiativen und Gruppen anfragen, ob sie die Gemeinschaftsräume im Keller nutzen können.

Self comprehension
Fundamental rules of the Bettenhaus

What are they needed for?
As in any other kind of community, conflicts in a self-organised house are inevitable. In order to make the living together work, basic rules need to be shared and respected by all the people living in the project: the respect of these rules can be demanded from each inhabitant to the community and by the community to each inhabitant. Living together requires a certain amount of social competences and personal responsability.

How the Bettenhaus understands itself as a political and social project

The Bettenhaus considers itself as an alternative to isolated living solutions, such as living in a student hostel or in a private apartment. Moreover, living in the Bettenhaus is radically different from living in a fraternity hall: fraternities exclude women and promote a hierarchical and elitary ideology that is not compatible with our fundamental principles.
The Bettenhaus understands itself as an international, self-organised and grass-roots democratic collective project. It provides alternative possibilities to a traditional and isolated life, based on restrainless economical liberalism and social exclusion. We refuse any discriminatory behaviour -active or passive-. We refuse and condemn discrimination based on categories such as „nation“,“race“, „sex“ and „social class“. We also refuse discriminations based on physical or psychical abilities.
In order for these rules to be applied in everyday life, they have to be shared by all: by any means should physical violence against other people be admissible as a method to explain your reasons. It is also clear that nationalist, sexist,racist.antisemitic,fascist,homophobe discriminations and behaviours will not be accepted.
The respect of these basic rules can be demanded by every and each inhabitant of the house. Should an incident occurr, the afflicted person can rely on the project’s solidarity. Who violates the basic community rules has to realize that he/she would be deprived of the house’s solidarity and trust, and therefore he/she would have to move out of the house.

Equal number of „women“ and „men“ and „german“ and „non-german“ citizens
The anti-racist, anti-sexist, anti-antisemite and anti-fascist principles lead to the fact that an equal number of „women“ and „men“ and people who have a german passport and people who do not have a german passport or are not perceived as „german“ should live in the house. The same principle applies for the management collective. An equal share does not guarantee a non-discriminatory space, though: we ask to all the inhabitants to adhere to these basic rules, in order to allow a communitarian and alternative living in the Bettenhaus.

Grass-roots democracy
The function of the management collective is only to guarantee the administrative good functioning of the house. All the decisions concerning the house should be taken by the inhabitants‘ general meeting that is open to every and each person living in the Bettenhaus.
The apartments organise themselves autonomously, always keeping in mind the general principles of the house community.

Collective organisation
The Bettenhaus is self-organised, but this does not mean that it organises by itself! Since every inhabitant is part of the community, every and each inhabitant is required to take part in the activities, in order to ensure the good functioning and the progress of the project. Everyone is invited to participate to the general meetings, which take place regularly once every two weeks.
Moreover, we think it is fair to spend at least one hour per week for the project. There are many possibilities to take part to the activities of the project: participate in different commissions (BIG- Deluxe, management collective), take care of the house’s public relations, follow the renovation process, collaborate with the different groups (Bar group, Sommerfest group, Fotolabor group, Library group, Atelier and Werkstatt group, Day care group, Sport group). The inhabitants can choose freely in which activities to participate.

The Bettenhaus provides free space for creativity
Every inhabit is encouraged to re-decorate the apartments‘ private and collective rooms and the cellar rooms and also to start new artistic projects.
The „Rakete“ (the Rocket) is Bettenhaus‘ pub and it can be used for regular meetings, concerts, and parties, if approved by the inhabitants‘ general meeting (MV).


External groups

The Bettenhaus functions also as meeting point for different cultural and political groups. Of course these groups have to share the Bettenhaus‘ principles and they have to ask permission to the inhabitants‘ general meeting before using the rooms in the cellar.

The inhabitants of the Bettenhaus, September 2012


Statuto degli abitanti della Bettenhaus

Settembre 2012

A cosa serve?
Come in qualsiasi altra comunitá, anche in un progetto abitativo autogesto i conflitti sono inevitabili. Affinché la vita in comune possa funzionare serve che ci siano regole basilari, che siano rispettate e condivise da tutti coloro che vivono nel progetto. Il rispetto delle suddette regole puó essere esatto sia da un singolo nei confronti della comunitá, sia dalla comunitá nei confronti del singolo. La vita in comune richiede un certo grado di competenze sociali e responsabilitá individuale.

Progetto politico e sociale della Bettenhaus
Bettenhaus si propone come un‘ alternativa alle forme abitative comunitarie, sia nei tradizionali studentati sia nei singoli appartamenti. Si differenzia anche in maniera sostanziale dalle corporazioni studentesche: una vita in comune che esclude le donne e che é organizzata gerarchicamente da un‘elite non puó essere associata alle nostre convinzioni.
Bettenhaus é un progetto collettivo internazionale, autoorganizzato e democratico di base. Offre un‘alternativa ad una vita tradizionale ed isolata, basata sulla concorrenza economica sfrenata e sull‘esclusione sociale. Rifiutiamo ogni comportamento discriminatorio basato sulle categorie di „nazione“,“razza“,“genere“ e „classe sociale“, nonché sulle abilitá fisiche o psichiche.
Affinché questi principi possano essere applicati nella quotidianitá, devono essere condivisi da tutti: in nessun caso viene accettato il metodo della violenza fisica come spiegazione delle proprie ragioni. Altrettanto chiaro é il fatto che comportamenti e discriminazioni di tipo sessista, razzista, antisemitico, fascista, omofobico non sono tollerati.
Il rispetto di queste regole puó essere esatto da ciascuno degli abitanti: in caso di spiacevoli incidenti, la persona offesa puó contare sulla solidarietá della comunitá. Coloro che violano le regole fondamentali della comunitá non possono piú aspettarsi di avere la solidarietá e la fiducia della casa, e perció devono traslocare fuori dal progetto.

Quota paritaria di „donne“ e „uomini“ e cittadini tedeschi e non

I principi antirazzisti, antisessisti, anti-antisemitici e antifascisti si realizzano nel fatto che una quota paritaria di „donne“ e „uomini“ e di persone con cittadinanza tedesca e non (ma anche coloro che, pur avendo la cittadinanza, non sono percepiti come „tedeschi“) devono vivere nella casa. Lo stesso principio si applica per il collettivo di gestione.
Una quota paritaria tuttavia non garantisce spazi non discriminatori, perció chiediamo a tutti gli abitanti di aderire a queste regole di base per permettere una vita comunitaria e alternativa in Bettenhaus.

Democrazia di base

La funzione del collettivo di gestione é solo quella di garantire il corretto funzionamento della casa dal punto di vista amministrativo. Tutte le decisioni concernenti la casa e la comunitá vengono prese
dalla riunione generale degli abitanti, aperta a chiunque viva in Bettenhaus.
I singoli appartamenti si organizzano autonomamente, sempre tenendo presenti i principi basilari della comunitá.

Organizzazione collettiva
La Bettebhaus é auto-organizzata, ma non si organizza da sola! Dal momento che ogni abitante é parte della comunitá, ci si aspetta che tutti prendano parte alle attivitá per garantire il buon funzionamento e il progresso del nostro progetto. Tutti sono invitati alla riunione generale degli abitanti, che si tiene regolarmente ogni due settimane. Inoltre reputiamo corretto investire almeno un‘ora del proprio tempo alla settimana nel progetto. Ci sono molte attivitá a cui si puó partecipare, tra cui diverse commissioni (BIG-Deluxe, collettivo di gestione), curare le pubbliche relazioni della casa, seguire i lavori di ristrutturazione, vari gruppi (gruppo Bar, gruppo organizzatore del Sommerfest, laboratorio fotografico, biblioteca, gruppo artistico, gruppo manutenzione, gruppo dell‘asilo, gruppo sportivo). Ovviamente gli abitanti possono scegliere liberamente a quali gruppi partecipare.

Bettenhaus offre spazio per la creativitá
Ogni abitante é incoraggiato a ridecorare la propria stanza e le stanze comuni del proprio appartamenti, cosí come gli spazi della cantina e ad iniziare nuovi progetti artistici.
Il „Rakete“ (il razzo) é il bar della Bettenhaus e puó essere utilizzato per riunirsi e socializzare, per concerti e feste, previa approvazione della riunione generale degli abitanti (MV).

Gruppi esterni
La Bettenhaus é anche un luogo d‘incontro per diversi gruppi culturali e politici che condividono i principi basilari della Bettenhaus. Prima di poter accedere agli spazi, tuttavia, i gruppi esterni devono chiedere l‘approvazione della riunione generale degli abitanti.

Gli abitanti della Bettenhaus, Settembre 2012

Les règles fondamentalles du Bettenhaus

A quoi ça sert ?
Comme dans chaque autre communauté, dans une maison auto-gérée de conflicts sont inévitable. Alors, la vie commune ne fonctionne qu‘avec certaines règles de base (minimal consens) qui doivent être acceptées et respectées par les habitant-e-s. Le respect de ces règles peut être réclamé à la communauté par chaque habitant-e ainsi que à chacun par la communauté. La vie commune néccessite une certaine mesure de compétence sociale et de responsabilité personelle.

Notre image de nous-même en tant que projet politique et social

Le Bettenhaus se voit comme alternative aux formes d‘habitations isolées, telles que la vie dans les résidences universitaires traditionelles ou dans les studios. Aussi, il se distingue de la vie commune dans les corporations d‘étudiant-
e-s traditionalistes : une forme de vie commune qui remonte en règle générale à l‘exclusion des femmes et à une vision du monde élitaire et hierarchique est incompatible avec nos convictions essentielles.

Le Bettenhaus en tant que projet collective, se définit comme international et auto-gérée sous forme de démocratie directe. Il ouvre l‘espace et les possibilités pour les alternatives à la vie traditionelle et isolée dans une societé qui est  caractérisée par concurrence économique sans retenue et des idiologies d‘exclusion. Nous nous élevons alors attentivement contre chaque comportement qui exclut — activement ou passivement — certaines personnes. Nous  désapprouvons chaque discrimination fondée sur une répartition des êtres humains dans des catégories comme „peubles“, „races“, „sexes“ ou „classes“. Nous réfusons également chaque défavorisation à cause de différences de l‘anatomie, de la motoricité ou des propriétés de l‘intellecte.

Pour que ces prétentions prennent effet au quotidien, il faut que certaines  maximes soient acceptées et respectées par tou-te-s : Sans aucun doute, de la  violence physique contre des personnes et leurs bien n‘est pas acceptable comme moyen de explication. Aussi, il est bien évident que des attaques ou discriminations nationalistes, sexistes, racistes, antisémites, fascistes,  homophobes ne seront pas acceptées. Le respect de ces règles peut être exigé par chaque habitant-e. En cas d‘un incident, la personne concerncée peut compter sur la solidarité de la communauté. Celui-Celle qui viole les règles de la maison doit se rendre compte que nous nous réservons explicitement de le-la exclure de la solidarité de la maison, c‘est-à-dire qu‘il-elle doit quitter la maison.

Ensemble paritaire entre „femmes“ et „hommes“ et entre personnes avec et sans nationalité allemande.

Le principe anti-raciste, anti-sexiste, anti-anti-sémite et anti-fasciste mène à la prétention à occuper la maison paritairement entre „femmes“ et „hommes“ ainsi que entre „Allemand-e-s“ et personnes sans nationalité allemandes ou plutôt personnes qui ne sont pas perçues comme „Allemand-e-s“. Il en va de même pour la formation du conseil d‘administration. Pourtant, une repartition paritaire ne garantit pas une espace non-discriminatoire. Nous appellons alors aux habitant-e-s de se conformer aux principes afin de permettre une vie communautaire et alternative au Bettenhaus.

Démocratie directe

La fonction du conseil d‘administration se limite à l‘administration quotidienne.  Toutes les décisions concernantes la maison sont prises par la réunion générale de la maison qui est ouverte à chaque habitant-e.

Les colocations s‘organisent de manière autonome — dans le cadre des règles principales expliquées ici.

Organisation sous forme de collectif

Le Bettenhaus est auto-géré et donc auto-organisé. Pourtant, il ne s‘organise pas lui-même ! Puisque chaque habitant-e fait partie de la communauté de la maison, chacun-e est engagé-e à prendre la responsabilité pour le fonctionnement et la progression du projet Bettenhaus. Chacun-e est invité-e à participer aux réunions générales qui ont lieu régulièrement.

En dehors de cela, nous considerons comme juste d‘investir au moins une heure par semaine au projet. Il y a une beaucoup de possibilités de s‘engager : la participation aux commission diverses (conseil consultatif [Beirat], commission du Bettenhaus-Informations-Gespräch (BIG), commitée de consiliation), les relations publiques, des mesures d‘assainissement, le groupe de concierges, des projets d‘artistes, l‘organisation de la communication interne, -de la fête d‘été, -de soirées de cinéma, -de la bibliothèque, -de la salle de répétition, -de la salle de sport, -de l‘atelier, -du bar, -de projets de cooperation avec la crèche, la documentation de l‘histoire du Bettenhaus. Les habitant-e-s ont le choix libre entre ces tâches.

Le Bettenhaus offre l‘espace pour la créativité

Chaque habitant-e est invité-e à s‘impliquer dans la conception et décoration des chambres, des pièces communes dans les collocations et dans le sous-sol ainsi que dans d‘autres projets artistiques. La „Rakete“ (la fusée) est le pub du Bettenhaus. Sa fonction s‘étend sur utilisation pour les soirées hebdomadaires de pub, des concerts, et des fêtes après accord avec la réunion générale.

Groupes externes

Le Bettenhaus sert à lieu de rendez-vous pour des groupes politiques et culturels divers. Ces groupes doivent se solidariser avec les pricipes du Bettenhaus. Les groupes demandent le permis d‘utilisation des salles communes à la réunion générale.