Wer wir sind
Das Bettenhaus ist ein selbstverwaltetes Wohnheim für Studierende. Es ist aus der Umnutzung eines leer stehenden Klinikgebäudes (daher der Name “Bettenhaus”) im Marburger Nordviertel entstanden und vereint elf autonom organisierte Wohngemeinschaften unter seinem Dach.
Was das Bettenhaus besonders macht
Was das Bettenhaus im Vergleich zu anderen Wohnheimen in Marburg zu etwas Besonderem macht ist die Verbindung von Selbstverwaltung und einer Wohnform, die es ermöglicht, in einer relativ geschlossenen Wohngemeinschaft zu leben und gleichzeitig in Kontakt mit allen anderen Mitbewohner*innen des Hauses entstehen zu können, da zu allen Wohngemeinschaften freier Zugang besteht. Das Bettenhaus hebt sich von anderen Wohnheimen auch noch in der Hinsicht ab, dass die Spielräume für Gestaltungsmöglichkeiten überaus groß sind und dass sehr viele von uns sich neben ihrem Studium in politischen, kulturellen und sozialen Projekten engagieren.
Innerhalb von Marburg ist das Bettenhaus mit anderen Wohnprojekten und mit der links-alternativen Kulturszene vernetzt. Bundesweit besteht eine Vernetzung und ein Erfahrungsaustausch mit selbstorganisierten Wohnprojekten.
Wie wird organisiert sind – was wir leben wollen
Die Organisation des Bettenhauses verläuft in den Strukturen eines Vereins – zu diesem Zweck wurde der “Verein zur Förderung studentischen Wohnen in Marburg e.V.” in das Vereinsregister eingetragen. Wie in jedem Verein, so ist auch bei uns die Mitgliederversammlung das zentrale Organ, im Rahmen dessen alle Belange des Hauses diskutiert und wichtige Entscheidungen getroffen werden. Daneben gibt es einen gewählten Vorstand, der die tägliche Verwaltungsarbeit verrichtet. Der Verein, der durch den Vorstand repräsentiert wird, tritt als Vermieter auf. Die Bewohner*innen können dem Verein als Mitglied beitreten. Die Wohngemeinschaften organisieren ihre Gemeinschaftsaktivitäten und ihre Belegung jedoch autonom.
Um selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Handeln zu stärken und um jeder Lage gerecht werden zu können, haben wir bewusst möglichst viel unreguliert gelassen, als wir ein Selbstverständnis für das Wohnprojekt erarbeitet haben. Das Selbstverständnis benennt die Werte, an denen wir uns orientieren, sowie die Verhaltensregeln, an die sich alle zu halten haben. Durch das Selbstverständnis wird die Basis für die Umsetzung sozialer Ansprüche geschaffen. Das Gesamtkonzept des Projekts zielt darauf ab, jede*n zu vielfältigen Reflexions- und Lernprozessen anzuregen.
